Gewerbeimmobilien

Bewertung von Gewerbeimmobilien

Verkehrswertermittlung unterschiedlicher Gewerbeimmobilien

  • Wohn- und Geschäftshäuser weisen häufig im Erdgeschoss Einzelhandel oder Gastronomie und darüber Büros und/oder Wohnungen auf. Bei einer Bewertung sind die unterschiedlichen Mietmärkte für Wohn- und Gewerbeflächen separat zu betrachten. Die Stabilität der Wohnmieten gleicht häufig das höhere Risiko der Gewerbemieten aus.
  • Einzelhandelsimmobilien (Definition der gif) umfassen u.a. Läden oder Einkaufszentren. Bei der Bewertung ist die Attraktivität des Standortes (u.a. Passantenfrequenz, Kaufkraft im Umfeld) besonders wichtig, während der Onlinehandel ein Risiko darstellt.
  • Büroimmobilien (Definition der gif) werden in der Bewertung vom Leerstand und der Miethöhe geprägt, die u.a. von der Flächenqualität, der technischen Ausstattung und zunehmend ESG-Kriterien abhängt. Homeoffice und flexible Arbeitsmodelle beeinflussen zudem die Nachfrage und damit den Wert.
  • Logistik- und Lagerhallen sind auf Lagerung und Umschlag von Waren ausgerichtet. Zentrale Werttreiber sind u.a. die Lage an Verkehrsknotenpunkten, Hallenhöhen, Tragfähigkeit sowie Lkw-Rampen.
  • Produktionsgebäude sind Immobilien, die speziell für Fertigungsprozesse ausgestattet sind. Neben dem Ertragswertverfahren kann hier auch das Sachwertverfahren geeignet sein, da die Nutzung stark auf den Nutzer und dessen Ausstattung der Immobilien zugeschnitten ist und der Mietmarkt begrenzt sein kann.
  • Parkhäuser werden auf Basis der Parkgebühren und Auslastung bewertet. Der Erfolg hängt von Lage, Konkurrenz vor Ort, Automatisierung und Trends im Mobilitätsverhalten ab.

In der Regel ist die Ertragskraft der Immobilie für den Wert bedeutsam. In Spezialfällen kann auch der Sachwert bei der Bewertung zum Tragen kommen. Für Investoren ist bedeutsam, wie nachhaltig und sicher die Einnahmen über die Zeit sind.